+49 6123 702 680
info@phytobiotics.com
08.09.2026

Sangrovit®: Drei Jahrzehnte Innovation – vom Pionier der Phytogenics zur 3rd Generation mit messbar gesteigertem Schlachtkörperwert

Wie sich ein pflanzlicher Futtermittelzusatzstoff, der bereits in den 1990er-Jahren große Anerkennung in der Branche fand, zu einer modernen Plattform für Resilienz, Futtereffizienz und messbaren Mehrwert bei der Schlachtung entwickelt hat.
 
Geflügel Sangrovit Wissenschaft & Forschung

Eine Erfolgsgeschichte, die begann, bevor Phytogenics zum Standard wurden

Lange bevor phytogene Futtermittelzusatzstoffe zu einer bedeutenden Produktkategorie in der Tierernährung wurden, zog Sangrovit® bereits die Aufmerksamkeit von Tierhaltern, Ernährungswissenschaftlern, Tierärzten und Fachmedien auf sich.
In den späten 1990er-Jahren berichteten zahlreiche Fachpublikationen über Verbesserungen bei Tierleistung, Futterverwertung und Wirtschaftlichkeit durch den Einsatz von Sangrovit®.

Damals standen Tierhalter vor einer wachsenden Herausforderung. Die Märkte verlangten nach einer effizienten und wirtschaftlichen Produktion, während die Branche gleichzeitig intensiv nach Alternativen zu klassischen antibiotischen
Leistungsförderern suchte. Sangrovit® bot einen anderen Ansatz: die Nutzung bioaktiver Pflanzenstoffe aus Macleaya cordata, um die Leistungsfähigkeit der Tiere auf natürliche Weise zu unterstützen.

Mehr als 25 Jahre später ist das zentrale Leistungsversprechen unverändert. Verändert haben sich jedoch die wissenschaftliche Grundlage, die Standardisierung und das Wertversprechen hinter dem Produkt.

Heute hat sich Sangrovit® zur 3rd Generation weiterentwickelt. Sie verbindet jahrzehntelange Praxiserfahrung mit moderner Pflanzenzüchtung, patentierter Innovation und einem erweiterten wirtschaftlichen Nutzen, der auch die Schlachtkörperqualität und Fleischausbeute abdeckt.
 

Die Anfangsjahre: Praxisergebnisse, die in der Branche für Aufmerksamkeit sorgten

Die historische Pressesammlung Pressestimmen (2001) dokumentiert, wie Sangrovit® zwischen 1996 und 2001 in der Nutztierbranche wahrgenommen wurde.

In den Veröffentlichungen wurden immer wieder folgende Vorteile hervorgehoben:

  • Höhere tägliche Gewichtszunahmen
  • Verbesserte Futterverwertung
  • Gesteigerter Appetit und höhere Futteraufnahme
  • Verbesserte Proteinverwertung
  • Positiver wirtschaftlicher Nutzen pro Tier
  • Eine pflanzenbasierte Alternative zu konventionellen leistungsfördernden Ansätzen
Diese Berichte konzentrierten sich Ergebnisse, die für die Tierhalter von entscheidender Bedeutung waren: Leistung und Wirtschaftlichkeit.
 

Historische wirtschaftliche Vorteile in heutiger Währung

Werden die ursprünglich in Deutscher Mark angegebenen Werte anhand des offiziellen festen Wechselkurses von 1 EUR = 1,95583 DM umgerechnet, entspricht der in der Fachpresse dokumentierte wirtschaftliche Vorteil etwa 2,28 € bis 3,67 € pro
Mastschwein.

 

Publikation Berichtetes Thema Vorteil (DM) Vorteil (EUR)
DGS Magazin 40/1998 Natürliche Verbesserung der Mastleistung 7,18 3,67 €
DGS-Magazin 22/1999 Alternative Futtermittelzusatzstoffe in der Praxis 4,50 2,30
Mühle und Mischfuttertechnik 7/1997 Leistungsbezogene und ökologische Vorteile 4,46 2,28
SUS 1/1998 Unterstützung der Verdauung unter Praxisbedingungen 4,50 2,30
SUS 6/1998 Bewertung pflanzlicher Futtermittelzusatzstoffe 6,25 3,20
SUS 2/1997 Ergebnisse aus der dänischen Schweinemast 6,25 3,20
Deutsche Tierärztliche Wochenschrift 11/1997 Alternative zu antibiotischen Leistungsförderern 4,50 2,30

Diese Zahlen zeigen, dass das Wertversprechen von Sangrovit® von Anfang an auf einem messbaren Return on Investment beruhte.

 

Aufbauend auf einem bewährten Fundament

Über viele Jahre war der Erfolg von Sangrovit® eng mit dem standardisierten Gehalt an bioaktiven Isochinolin-Alkaloiden aus Macleaya cordata verbunden.

Diese Alkaloide wurden insbesondere für ihre unterstützende Wirkung auf folgende Bereiche bekannt:

  • Gleichmäßige Futteraufnahme
  • Effiziente Nährstoffverwertung
  • Robustheit der Tiere in herausfordernden Phasen
  • Produktionsleistung bei verschiedenen Tierarten
Mit zunehmender Forschung und einem immer stärkeren Fokus der landwirtschaftlichen Produktionssysteme auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Tierwohl veränderten sich auch die Anforderungen an Futtermittelzusatzstoffe.

Die Frage lautete nicht mehr nur:
„Kann ein Futtermittelzusatzstoff das Wachstum von Tieren unterstützen?“

Die entscheidende Frage wurde vielmehr:
„Kann er entlang der gesamten Produktionskette einen Mehrwert schaffen?“

Diese Herausforderung legte den Grundstein für das nächste Kapitel in der Entwicklung von Sangrovit®.
 

Sangrovit® 3rd Generation

Die bedeutendste Innovation der vergangenen Jahre ist die Einführung von Sangrovit® 3rd Generation – der nächste Entwicklungsschritt des Produkts.

Im Mittelpunkt dieser Weiterentwicklung für alle Sangrovit®-Varianten steht die Ergänzung um ein fünftes standardisiertes Alkaloid:
 

Ein Jahrzehnt natürliche Pflanzenzüchtung

Die Einführung eines standardisierten Canadin-Gehalts wurde weder durch chemische Manipulation noch durch synthetische Technologien erreicht.

Sie ist vielmehr das Ergebnis eines gezielten natürlichen Züchtungsprogramms für Macleaya cordata, das in Zusammenarbeit mit einem deutschen Pflanzenzüchtungsinstitut durchgeführt wurde.

Wichtige Meilensteine
2012–2022

  • Etablierung eines natürlichen Züchtungsprogramms zur Erhöhung des Canadin-Gehalts
2024
  • Ankündigung der kommerziellen Markteinführung
Ende 2025
  • Sangrovit® 3rd Generation wird für den Vertrieb verfügbar
2026
  • Aktualisierung der Produktspezifikationen zur Berücksichtigung höherer Konzentrationen aktiver Alkaloide
  • Erteilung eines europäischen Patents im Zusammenhang mit der Canadin-Innovation
Diese Kombination aus natürlicher Pflanzenzüchtung, Standardisierung und herstellerspezifischer Technologie stärkt die Position von Sangrovit® als differenzierte phytogene Lösung in der globalen Tierernährung.
 

Mehr als Leistung: zusätzlicher Wert bei der Schlachtung

Eine der spannendsten Entwicklungen von Sangrovit® 3rd Generation ist der nachweisbare Einfluss auf die Schlachtkörperqualität. Während die Bewertung klassischer Futtermittelzusatzstoffe häufig bei Futterverwertung und Gewichtszunahme endet, zeigen neuere Daten Effekte, die bis in die Verarbeitung und Fleischproduktion hineinreichen.
 

Ergebnisse bei Schweinen

Eine Studie mit 995 PIC-Schweinen, die während der letzten 30 Tage vor der Schlachtung supplementiert wurden, zeigte:

  • 10,3 % geringere Rückenspeckdicke
  • 2,5 % höheren Magerfleischanteil
  • 2,4 % größere Kotelettfläche
  • 2,2 % größere Rippenfläche
Für Tierhalter und Verarbeiter gleichermaßen bedeuten diese Veränderungen eine Erweiterung des Nutzens: von reiner Produktionsleistung hin zu einem
höheren Schlachtkörperwert.

Die Auswirkungen reichen unmittelbar in die Schlachtkörperklassifizierung, die vermarktbare Fleischausbeute und die Gesamtwirtschaftlichkeit der Produktion hinein.

Ergebnisse bei Broilern

Eine Schlachtkörperanalyse mit 26.400 Cobb-500-Broilern zeigte Verbesserungen bei wirtschaftlich besonders wertvollen Teilstücken:

  • 2 % höhere Brustfleischausbeute
  • 5 % höhere Innenfiletausbeute
  • 28 % weniger intraperitoneales Fett
Weitere Beobachtungen waren:
  • Höherer Proteingehalt im Brustfleisch
  • Verbesserte Wasserhaltekapazität
  • Geringere Garverluste
Für die Geflügelindustrie sind diese Parameter besonders relevant, da die Wirtschaftlichkeit zunehmend davon abhängt, den Anteil hochwertiger Teilstücke zu maximieren und gleichzeitig eine übermäßige Fettablagerung zu reduzieren.

Leistung unter praxisnahen Stressbedingungen

Moderne Tierproduktion findet nur selten unter idealen Bedingungen statt. Hitzestress, Umweltschwankungen und Herausforderungen im Management können die Produktivität erheblich beeinträchtigen.

Um Sangrovit® 3rd Generation unter praxisnahen Belastungsbedingungen zu bewerten, führten die Landwirtschaftliche Universität Athen und FeedIT im Jahr 2026 einen Broilerversuch mit folgenden Kenndaten durch:

  • 468 Ross-308-Broiler
  • Kontrollierte Hitzestressbedingungen
  • Temperaturen, die vom 36. bis zum 39. Lebenstag täglich für sieben Stunden um 7–8 °C über den Empfehlungen lagen

Ergebnisse

Im Vergleich zu den Kontrollgruppen zeigte Sangrovit® 3rd Generation:

  • Höhere Gewichtszunahmen während der Hitzestressphase
  • Verbesserte Futterverwertung
  • Einen höheren European Production Efficiency Factor
Diese Ergebnisse unterstreichen ein Konzept, das in der modernen Tierproduktion zunehmend an Bedeutung gewinnt: Resilienz. Eine stabile und vorhersehbare Leistung auch in Stressphasen aufrechtzuerhalten, kann ebenso wertvoll sein wie die Maximierung der Leistung unter idealen Bedingungen.
 

Vom Futtermittelzusatzstoff zur Wertplattform

Die Geschichte von Sangrovit® heute unterscheidet sich  von jener, über die Fachzeitschriften vor 25 Jahren berichteten.

In den späten 1990er-Jahren standen Wachstum, Futtereffizienz und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt.
Heute sind diese Vorteile weiterhin relevant, doch das Wertversprechen von Sangrovit® hat sich deutlich erweitert.
Heute vereint Sangrovit®:

  • Nachgewiesene Produktionsleistung
  • Unterstützung von Futteraufnahme und Futtereffizienz
  • Resilienz unter herausfordernden Bedingungen
  • Standardisierte Fünf-Alkaloid-Technologie
  • Verbesserte Schlachtkörperzusammensetzung
  • Verbesserte Parameter für den Fleischwert
  • Potenzielle nachgelagerte Vorteile für Verarbeiter und integrierte Produktionssysteme

Das nächste Kapitel

Im Rückblick waren die historischen Presseberichte frühe Hinweise auf ein Produkt, das sich über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich weiterentwickeln würde. Was als wegweisender phytogener Futtermittelzusatzstoff begann, ist heute eine
wissenschaftlich fundierte Technologieplattform, die auf natürlicher Pflanzenzüchtung, fortschrittlicher Standardisierung und modernen Produktionszielen basiert.

Die wichtigste Schlussfolgerung ist einfach: Sangrovit® 3rd Generation bewahrt die bewährten Produktionsvorteile der bisherigen Variante und ergänzt sie gleichzeitig um einen messbaren Mehrwert bei der Schlachtung. Dadurch entstehen zusätzliche Chancen für Tierhalter, Verarbeiter und integrierte Produktionsketten gleichermaßen.
 

Über die Autorin

Verena Determann absolvierte ihren Bachelor of Science in Agrarwirtschaft an der Technischen Hochschule Bingen und vertiefte ihr Fachwissen anschließend im Masterstudiengang Nutztierwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In ihrer heutigen Rolle als Produkt Managerin bei Phytobiotics betreut Verena das Produkt Sangrovit®

Weitere Themen

Fragen? Unsere Experten stehen bereit.



Kontakt

Kontaktieren Sie unsere Experten oder schicken Sie uns eine Nachricht. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.