+49 6123 702 680
info@phytobiotics.com
08.01.2025

HOT TOPIC - Active D: Einfluss von Active D auf die Produktivität von Sauen während des Abferkelns und der Laktation

Active D Futter Herausforderungen Schwein Wissenschaft & Forschung

Herausforderungen bei der Geburt und der Laktation: Ernährungsbedarf und die Rolle von Kalzium für die Gesundheit von Sauen und Ferkeln
Die Geburt ist eine anspruchsvolle Phase im Leben einer Sau, auf die unmittelbar die ebenso herausfordernde Laktationsphase folgt; beide Phasen stellen den Stoffwechsel erheblich auf die Probe. Um den Zeitpunkt des Abferkelns herum durchläuft die Sau einen raschen Stoffwechselwechsel von einem „Ruhezustand“ in einen „Hochleistungszustand“, der durch hormonelle Veränderungen und einen plötzlichen Anstieg des Energie- und Nährstoffbedarfs, einschließlich Kalzium, Phosphor und Vitamin D3, ausgelöst wird. Dieser erhöhte Bedarf unterstützt den Beginn der Kolostrum- und Milchproduktion, wodurch die Sau häufig auf ihre eigenen Kalzium- und Fettreserven zurückgreifen muss. Mehrfachgebärende Sauen können nach einem schwierigen Abferkelvorgang unter Erschöpfung leiden, die oft mit einem Kalziummangel zusammenhängt, der für die Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur entscheidend ist. Je länger der Abferkelvorgang dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Totgeburten bei den Ferkeln.

Ein Kalziummangel kann die Muskelkontraktionen beeinträchtigen, wodurch sich der Durchgang durch den Geburtskanal verlangsamt und die Zahl der totgeborenen Ferkel steigt. Darüber hinaus kann der Abferkelvorgang für Sauen verschiedene Herausforderungen mit sich bringen, wie beispielsweise Stress, gesundheitliche Komplikationen oder Dystokie. Daher ist die richtige Versorgung der Sau während des Abferkelns und der Laktation entscheidend für eine erfolgreiche Ferkelproduktion. Dieser Artikel befasst sich mit der Bedeutung einer Vitamin-D- und Kalziumergänzung vor und nach dem Abferkeln.


Gesundheit stärken: Warum aktives Vitamin D3, Kalzium und Phosphor wichtig sind
Vitamin D ist ein essentielles fettlösliches Vitamin, das eine entscheidende Rolle im Kalzium- und Phosphorstoffwechsel spielt und das Immunsystem unterstützt. Cholecalciferol, die wichtigste Nahrungsquelle für Vitamin D, ist bei Tieren biologisch inaktiv und muss einer mehrstufigen Hydroxylierung unterzogen werden. Zunächst wird es in der Leber in 25-Hydroxycholecalciferol (Calcidiol) und anschließend in den Nieren in 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol) umgewandelt. Calcitriol, die aktive hormonelle Form von Vitamin D3, entfaltet seine Wirkung über einen nukleären Rezeptor und ermöglicht so eine Reihe von Funktionen bei der Sau (siehe Abbildung 2).
Aktives D weist eine Besonderheit auf: Es enthält Calcitriol-Glykoside, was bedeutet, dass Calcitriol nicht in freier Form vorliegt und durch körpereigene Enzyme freigesetzt werden muss, um im Stoffwechsel genutzt werden zu können.

This provides a slow release and high stability against degradation, heat, and storage, making it ideal for targeted application in animal feeding. This is particularly beneficial for animals with impaired vitamin D metabolism or damage to organs involved in metabolic processing, as it ensures a consistent vitamin D supply during periods of stress or high demand.
 


(Fortsetzung von Seite 1) Calcitriol-Glykoside können in Vormischungen zusätzlich zu Cholecalciferol oder als teilweiser Ersatz dafür verwendet werden und bieten eine hohe Sicherheitsmarge sowie praktische Vorteile für die Tierfütterung. Im Gegensatz zu Cholecalciferol und Calcidiol reichert sich Calcitriol nicht in Weichteilen wie Fett und Muskeln an und hat eine kürzere Halbwertszeit von nur 16–24 Stunden. Zudem verfügt Calcitriol über natürliche Inaktivierungsmechanismen, da es bei Nichtbedarf als Calcitroinsäure ausgeschieden wird.

Abbildung 3: Vergleich des Stoffwechsels von normalem Vitamin D und glykosidischem 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 im Körper. Die Abbildung zeigt, dass der Stoffwechsel von normalem Vitamin D langsamer verläuft und die Beteiligung von Nieren, Leber und spezifischen Enzymen erfordert.
    

Förderung erfolgreicher Laktation mit Active D
Mehrfachgebärende Sauen leiden häufig unter Erschöpfung aufgrund eines schwierigen Abferkelvorgangs, wobei ein Kalziummangel oft zu diesem Problem beiträgt, da Kalzium für die Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur unerlässlich ist. Als Faustregel gilt: Je länger der Abferkelvorgang dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Totgeburten. Durch einen Kalziummangel verursachte verminderte Muskelkontraktionen verlangsamen die Bewegung durch den Geburtskanal und erhöhen so das Risiko von Totgeburten. Calcitriol-Glykoside fördern die Kalziummobilisierung und unterstützen so die Muskelfunktion. Zudem kann es bei erschöpften Sauen zu einer verzögerten Kolostrum- und Milchabgabe sowie zu vermindertem Appetit kommen.
Was die Milchproduktion betrifft, so richten sich der geschätzte Kalzium- und Phosphorbedarf laktierender Sauen weitgehend nach ihrer Milchleistung (NRC, 2012). Hochleistende Sauen mit großen, schnell wachsenden Würfen weisen einen deutlich erhöhten Kalzium- und Phosphorbedarf auf. Da Kalzium ein limitierender Faktor für die Milch- und Kolostrumproduktion ist, kann die Zugabe von Calcitriolglykosiden dazu beitragen, eine konstante Milchproduktion aufrechtzuerhalten. „Active D“ im Laktationsfutter hat sich als besonders wirksam erwiesen, um diesen erhöhten Bedarf zu decken. Laktationsfutter wird in der Regel 4–7 Tage vor dem Abferkeln eingeführt und bis zur Entwöhnung der Ferkel, etwa 21–28 Tage nach dem Abferkeln, verabreicht. Ein Ergänzungsfutterkonzept ist unten dargestellt.


     


Der erfolgreiche Einsatz von Active D in Milchfutter – Eine Studie an der Universität Mailand
Im Jahr 2024 wurde an der Universität Mailand ein Versuch mit laktierenden Sauen durchgeführt, bei dem Active D (in Dosierungen von 400 mg/kg und 600 mg/kg) in zwei Behandlungsgruppen zu Cholecalciferol (1.800 IE D3/kg) hinzugefügt wurde, während die Kontrollgruppe ausschließlich Cholecalciferol (1.800 IE D3/kg) erhielt (Tabelle 1). Active D wurde bereits einige Tage vor dem Abferkeln in das Laktationsfutter eingearbeitet. Die Behandlungsgruppen zeigten einen signifikanten positiven Effekt, der sich in einer kürzeren Abferkelphase und verbesserten Produktionsparametern sowohl bei den Sauen als auch bei den Ferkeln äußerte.
   

Behandlung Letzte Trächtigkeitswoche Laktation
Kontrolle (CTR) Basisration (Vitamin D3: 1.800 IE) Basisration (Vitamin D3: 1.800 IE)
Behandlung 1 (T1) Basisration + Active D 400 mg/kg Basisration + Active D 400 mg/kg
Behandlung 2 (T2) Basisration + Active D 600 mg/kg Basisration + Active D 600 mg/kg

Weitere Themen

Fragen? Unsere Experten stehen bereit.



Kontakt

Kontaktieren Sie unsere Experten oder schicken Sie uns eine Nachricht. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.